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Kulturgemeinde Oberstdorf

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Wir begrüßen Sie auf den Internet-Seiten der Kulturgemeinde Oberstdorf und freuen uns über Ihr Interesse!

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Ab hier ein Rückblick auf die vergangene Spielzeit

Eine hochkarätige Einheit

Foto: Günter Jansen

Die Kulturgemeinde Oberstdorf bedankt sich bei Herrn Eckhard Fischer, dem künstlerischen Leiter des Oberstdorfer Musiksommers, der eine Kooperation seitens des Musiksommers mit der Kulturgemeinde für dieses Konzert des Minguet Streichquartetts ermöglichte. Das Experiment ist gelungen und wir würden uns freuen, wenn im Jahr 2018 eine erneute Kooperation stattfinden würde.

Ein Konzert des Oberstdorfer Musiksommers

Foto: Frank Rossbach

Musik so voller Leben

Das Minguet Quartett - gegründet 1988 - zählt heute zu den international gefragtesten Streichquartetten und gastiert in allen großen Konzertsälen der Welt, wobei seine so leidenschaftlichen wie intelligenten Interpretationen für begeisternde Hörerfahrungen sorgen – „denn die Klang- und Ausdrucksfreude, mit der das Ensemble die Werke zur Sprache bringt, belebt noch das kleinste Detail“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Namenspatron ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den Schönen Künsten zu verschaffen - für das Minguet Quartett ist dieser Gedanke künstlerisches Programm.
2010 wurde das Minguet Quartett mit dem begehrten ECHO Klassik sowie 2015 mit dem renommierten französischen Diapason d'Or des Jahres ausgezeichnet.
Die Gruppe, bestehend aus Ulrich Isfort (1. Violine), Annette Reisinger (2. Violine), Aroa Sorin (Viola) und Matthias Diener (Violoncello), gastiert in den großen Konzertsälen Europas und bei renommierten Festivals. Zu nennen sind dabei u.a. das Festival d'Automne Paris, Tongyeong International Music Festival Korea, Mozartfest Schwetzingen, Festival JetztMusik Stuttgart des SWR, Usedomer Musikfestival, das Edinburgh Festival, die Salzburger Festspiele und die Festspiele Herrenchiemsee, die neu eröffnete Elbphilharmonie Hamburg, die Wigmore Hall London und die Staatsoper Berlin, das Konzerthaus Berlin, Concertgebouw Amsterdam, das Beethovenhaus Bonn und das Richard Wagner Museum Bayreuth sowie Konzerte in Österreich, Italien, Polen, den Niederlanden, der Schweiz und Tourneen nach China und in die USA.

Der Sir und die Seuse

Fotos: Günter Jansen

Foto: Günter Jansen

"Mensch, bin ick hysterisch!"

Singend und erzählend, von Andreas Kowalewitz stilsicher und kongenial am Klavier begleitet, lässt Rotraut Arnold in einem facettenreichen Chansonprogramm Leben und Kunst des großen Revue- und Tonfilm-Komponisten Friedrich Hollaender wieder lebendig werden. Die vielseitige Sängerin und Schauspielerin, dazu eine wirkungsvolle Diseuse, bewegt sich in flottem Wechselspiel der Emotionen und Stimmungslagen – nachdenklich und heiter, naiv oder lasziv, schnoddrig oder sentimental. Hollaenders Kunst bedeutet, im angeblich leichten Genre, auch bittere Wahrheiten in einprägsame Chansons zu verwandeln.

Foto: Günter Jansen

Diesmal führte die Reise wieder in den Süden. Bei der Kulturfahrt 2017 stand Triest, Hauptstadt der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien und der Provinz Triest auf dem Plan. Vom Hotelstandort mitten in der Stadt gab es Ausflüge nach Slowenien und Kroatien mit Pula und Rovinj, es wurde das Schloss Miramare besucht, der Wallfahrtsberg Monte Grisa erkundet und es wurde auch ein Abstecher zum Lipizzaner-Gestüt im slowenischen Lipica unternommen. Zudem konnte man sich Puccinis Oper "Tosca" im Teatro Verdi zu Gemüte führen. Bereits auf der Hinreise machten wir Bekanntschaft mit dem Kloster Neustift bei Brixen.
Auch diesmal durften wir uns über eine sehr angenehme Reisegsellschaft freuen und hoffen natürlich, dass alle im nächsten Jahr wieder mit an Bord sein werden.

Fotos: Günter Jansen

Nielsen, Davidson & Kucharski

Foto: Günter Jansen

Die Kulturgemeinde entführte das Publikum in die Zeit der Stummfilmära. Im Kurfilmtheater wurden drei außergewöhnliche Komödien aus dieser Zeit aufgeführt. Der dänische Fimstar Asta Nielsen agierte auf der Leinwand in dem deutschen Streifen "Das Liebes-ABC" aus dem Jahr 1916 und wollte darin ihren unmännlichen Bräutigam zu einem ganzen Kerl machen, was natürlich nicht ohne Verwicklungen ablaufen konnte. Max Davidson war in den beiden US-Kurzfilmen "Pass the Gravy" (1928) und "Call of the Cuckoo" (1927) zu sehen. Der aus Berlin stammende Davidson erlebte in den 20er Jahre eine kurze Karriere als Starkomiker, dessen Filme erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt wurden. Dabei gilt "Pass the Gravy" (Reich mal die Soße rüber) als eine der komischsten und bestkonstruierten Komödien der Filmgeschichte.
Begleitet wurden die filmischen Kostbarkeiten von dem bekannten Pianisten Robert Kucharski live am Klavier.

Galerie vom Stummfilmabend im Kino

Wundervolle Gäste

Galerie von der Veranstaltung im Oberstdorf Haus

Fotos: Günter Jansen

Urheberrechtlich geschützt

Klassische Gemütlichkeit

Theater auf höchstem Niveau

Foto: Günter Jansen

Ein entspannter und launiger Ausflug in die Kaffeehäuser Europas
Man sitzt beim Achterl Roten, beim kleinen Braunen oder einer üppigen Melange, wo man in Gemeinschaft die ausgesperrte Welt bespricht, bedichtet, belacht, in Töne setzt, falls man nicht selbstgenügsam die Zeitungen studiert. Beethoven, Schubert, Brahms, Chopin haben eine Heimat im Kaffeehaus gehabt und wir desgleichen.
Der ehemalige Solo-Cellist der Münchner Philharmoniker Heinrich Klug, die Akkordeonistin Maria Reiter und der Konzertmeister Florian Sonnleitner vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks erfreuen mit Kaffeehausvariationen von Beethoven, feurigen Zigeunerweisen von Lehar, herzerwärmenden spanischen Tänzen von Herrn Mozkowsky aus Dresden, herzergreifenden Humoresquen von Sibelius, Andalusischen Romanzen und dergleichen Schätzen mehr.

Galerie von der Veranstaltung im Kurfilmtheater

Fotos: Günter Jansen

Urheberrechtlich geschützt

Foto: Günter Jansen

Odysseus kam nicht zurück

In Zdenka Beckers preisgekröntem Stück erzählt eine alternde Schauspielerin ihre Lebensgeschichte. Es sind die Erinnerungen einer leidenschaftlichen Frau, zerrissen zwischen Wunsch und Realität, zwischen Ehemann und aussichtsloser Liebe, zwischen Egoismus und Idealismus, zwischen Ironie und Verletzlichkeit. Elisabeth Rass macht in der Regie von Peter von Fontano das Einpersonenstück zu einem großen Drama.
Poetisch und kraftvoll, sinnlich und komödiantisch lässt Becker das Leben ihrer großartigen Figur Revue passieren und wirft einen Blick hinter die Fassaden weiblicher Überlebensmuster. Trotz allem oder gerade deshalb ein Bekenntnis zum Leben, zur Liebe und zur Leidenschaft in allen Phasen des Lebens.
Von der ersten Sekunde an wird die in Mimik und Sprache unglaublich präsente und beeindruckende Münchner Schauspielerin Elisabeth Rass das Publikum in ihren Bann ziehen.

Monella & Benny waren bei uns zu Gast

Foto: Günter Jansen

Galerie von der Veranstaltung im Kurfilmtheater

Foto: Günter Jansen

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Die Kultkünstler aus Berlin: Schwarzblond

Vier Oktaven Gesang trifft auf Haute Couture

Die originellen Originale aus Berlin haben mit ihrer Art von "Glamour Pop Entertainment" eine ganz eigene Schublade kreiert. Der Vier-Oktaven-Gesang von Benny Hiller und die elfenartige Babydoll-Stimme von Monella Caspar bewegen sich in Dimensionen, die kontrastreicher nicht sein könnten. Songs zwischen Gänsehaut und Herzprickeln, Pop und Rock, Chanson und Kabarett lassen keine Gefühlsregung aus. Das Ganze präsentiert in ständig wechselnder, von Monella Caspar selbst entworfener Haute Couture und extravaganten Hutkreationen, die in ihrer Exklusivität und Einzigartigkeit ihres Gleichen suchen und einen Hauch von Revuecharakter aufkommen lassen.
Benny Hiller, der androgyne Latin Lover an den schwarzweißen Tasten, ist studierter Komponist und schreibt alle Schwarzblond-Songs, die sehr melodisch, skurril oder auch hitverdächtig sind. Mit hauchigen Popgesängen, glockenklaren sopranigen Höhen und allem, was dazwischen liegt, bringt er sein Publikum zum Lachen, Staunen und Gänsehäuten.
Willkommen zum aktuellen Programm "Sahnehäubchen!"
Monella - Energiebündel, Berliner Original und Stilikone - und Benny - der schwarzhaarige Beau und Komponist der Ohrwürmer, der mit seiner Stimme selbst Kristall zerspringen lassen könnte - entführen an diesem Abend das Publikum in eine Welt, die weit entfernt scheint, frivol, schräg, ambivalent und die das Hauptstadt-Feeling ins Kurfilmtheater zaubert.

Politkabarett mit Reiner Kröhnert

Foto: Günter Jansen

Galerie von der Veranstaltung im Kurfilmtheater

Foto: Günter Jansen

Ein ganz besonderer Abend

Foto: Günter Jansen

Fotos: Günter Jansen

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Emotionales Theater

Peter Ludwig

Die bekannte Film-, Fernseh- und Theaterschauspielerin Krista Posch gastiert auf Einladung der Kulturgemeinde mit einer szenischen Lesung im Oberstdorfer Kurfilmtheater. Das im Jahr 1932 erschienene Gesellschaftsdrama "Glaube Liebe Hoffnung" des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth wird von der Künstlerin emotional bewegend gesprochen, gelesen und gespielt. Mit bemerkenswerter Verwandlungsfähigkeit bestreitet Posch alle Sprechrollen. Ihre Rezitationen haben dabei Hörspielcharakter, in der Männer- wie Frauenrollen und auch die gedrechselte Sprache einer obrigkeitshörigen Ordnungsmacht hervorragend zur Geltung kommen. Musikalisch dramatisiert wird das "Projekt Theater am Tisch" durch den Pianisten Peter Ludwig, der dem Meisterwerk Horváths noch mehr Spannung und Tiefe verleiht.
Der Hauptperson Elisabeth, die sich eine Existenz aufbauen will, schlägt statt Unterstützung nur Misstrauen entgegen. Aus einer anfangs optimistischen Frau wird eine zutiefst vom Leben Enttäuschte und Verzweifelte. Dabei passen die Konflikte, mit denen sie damals zu kämpfen hatte, auch in die Gegenwart: Wirtschaftskrise, drohender Existenzverlust und soziale Kälte. Ordnung in ihr Leben hätte eigentlich der verliebte Polizist bringen können. Doch der hatte die Liebe der Pflicht untergeordnet. Eine Reihe illustrer Personen macht den Reigen komplett. Sie alle kommen durch Krista Posch so zu Wort, dass man sich bei geschlossenen Augen ein komplettes Ensemble vorstellen kann.

Ritsch & Woidda waren bei uns

Boarisch“s Musikkabarett

Die Stimme kehrte zurück

Engel im zweiten Lehrjahr

Bevor Engel ihre Ausbildung abschließen und in die himmlischen Heerscharen aufgenommen werden, dürfen sie nochmals einen Abstecher auf die Erde machen. Der übermütige Jungengel Eleusius reist nach New York, kapert einen Lift im Rockefeller Center, rettet Rosy vor einem missionarischen Verehrer und macht eine spektakuläre Flugeinlage. Dabei schlägt er mit seinen Engelskräften gehörig über die Stränge. Wird Petrus ein Auge zudrücken? Für die Dauer einer Geschichte voller Heiterkeit und Wunder lässt Eveline Hasler, eine der profiliertesten Autorinnen der Schweiz, ihre Leser auf Wolken schweben.
Die wunderbare Geschichte liest und erzählt der Schauspieler Hans Jürgen Stockerl. Wenn er zu sprechen beginnt, dann befinden wir, die wir ihm lauschen, uns nicht mehr im Hier und Jetzt, sondern dort, wohin die Geschichten führen, die er erzählt. Und er erzählt sie so, dass all die Schauplätze, die Protagonisten und ihre Lebenswelten Gestalt annehmen, auch wenn sie längst schon Geschichte sind.
Freuen wir uns auf den überaus sympathischen Schauspieler und Sprecher unzähliger Dokumentarfilme im Fernsehen und Beiträge im Radio, dessen Stimme Sie garantiert schon einmal gehört haben. An diesem Abend wird er selbst für die musikalische Umrahmung am Klavier sorgen.

Eveline Hasler: Engel im zweiten Lehrjahr
Copyright by Nagel & Kimche im Carl Hanser Verlag München 2009

Foto: Günter Jansen

Das war ein klasse Auftakt!

Foto: Günter Jansen

Foto: Günter Jansen

Foto: Günter Jansen

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Hier gibt“s was auf die Ohren!

Das Kurfilmtheater Oberstdorf wird wieder einmal von Matthias Heiligensetzer und Thomas Kühling alias "Blues Trouble" in Beschlag genommen. Auf vielfachen Wunsch hat die veranstaltende Kulturgemeinde die beiden Allgäuer Musiker wieder in ihr Programm aufgenommen, nachdem das Boogie-Woogie-Genie am Klavier sowie der Gitarrist und Sänger die Besucher beim letzten Gastspiel an gleicher Stelle vor gut zwei Jahren frenetisch gefeiert wurden. Rock´n Roll, Blues, Jazz und eben Boogie Woogie stehen auf dem Programm dieser beiden unverkrampften Musiker und großartigen Improvisatoren. Überraschende Bearbeitungen bekannter Melodien werden zu hören sein und etliche Klassiker werden in neuem Gewand erklingen. Interpretationen von Blues-Künstlern wie Robert Johnson oder Willie Dixon, Rock´n Roll-Standards à la Elvis Presley bis hin zu ausgefeilten Arrangements von Musikern wie Ray Charles werden an diesem Abend in ihrer urtümlichen Kraft auf die Kino-Bühne geholt. Zur musikalischen Stärke des Duos gesellen sich unverkrampftes Lebensgefühl und ebenso ein grandioser Umgang mit dem Publikum - keine aseptische Künstlerdistanz, sondern lebendiger Kontakt mit Fans und Zuhörern. Mit im Gepäck haben die beiden ihre nagelneue CD "Blue Light Boogie".

Kulturreise 2016

Herzlichen Dank für die gute Unterhaltung!

Wir bedanken uns bei unseren Künstlern der vergangenen Spielzeit 2015/2016 für die vielen schönen Stunden, die sie uns beschert haben:
Petra Amasreiter, Brigithe, Susanne Bolt, Josef Brustmann, Paul Alan Gee, Otto Göttler, Annika Hofmann, Andrea Huber, Hansi Kraus, Wolfgang Krebs, Elisabeth Lipp, Andieh Merk, Heiner Merk, Martina Noichl, Dieter Peinecke, Oliver Post, Angela Riedl, Sandra Schmid, Werner Specht, Oliver Taupp, Ulrike Tenzer, Marlies Vogler, Barbara Weinzierl, Sabine Winter, Markus Wohner und Peter Zürn

Auf der Leinwand haben uns kurzweilig und melodramatisch unterhalten:
Marion Cotillard, Pascal Greggory, Sylvie Testud, Gérard Depardieu, Emmanuelle Seigner u.a.

Herzlichen Dank für die gute Unterhaltung!

Wir bedanken uns bei unseren Künstlern der vergangenen Spielzeit 2014/2015 für die vielen schönen Stunden, die sie uns beschert haben:
Django Asül, Astrid Bauer, Katharina von Cranach, Thomas Darchinger, Sarah Hakenberg, Matthias Heiligensetzer, Tina-Nicole Kaiser, Manfred Köhler, Michi Köhler, Bolle Kroner, Robert Kucharski, Thomas Kühling, Wolfgang Lackerschmid, Christine Pemsl, Simone Schatz, Tiny Schmauch, Ralph Turnheim und Jürgen Wegscheider

Auf der Leinwand haben uns kurzweilig unterhalten:
Will Dohm, Heli Finkenzeller, Oliver Hardy, Buster Keaton, Stan Laurel
und außerdem u.a.
Paul Biensfeldt, Gisela von Collande, Kitty Dewall, Josefine Dora, Käthe Dorsch, Julius Falkenstein, Richard Häußler, Paul Henckels, Claus Holm, Emil Jannings, Marga Köhler, Walter Lieck, Harry Liedtke, Ernst Lubitsch, Lotte Neumann, Agda Nilsson, Ossi Oswalda, Hermann Picha, Ernst Rückert, Erich Schönfelder, Erna Sellmer, Wilfried Seyferth, Marianne Simson, Hans Stiebner, Jakob Tiedtke, Gustav von Wangenheim und Franz Weber

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Das kann ja heiter werden!

Es gibt einige Kabarettisten, die aus der Reihe stechen. Einer von ihnen ist Reiner Kröhnert. Ein politischer Kabarettist und Parodist, der aus denen zusammengesetzt zu sein scheint, die er darstellt - das kalte Monster der deutschen Politik. Kröhnert ist sozusagen der Gustaf Gründgens unter den Parodisten.
Alle bissen sich bislang am "System Mutti" die Zähne aus - die politische Konkurrenz, die Verbündeten, die Journaille, das Kabarett! Unzählige Mutti-Theorien wurden bereits postuliert und frustriert wieder verworfen. Selbst wortgewaltige Großintellektuelle sind längst am Geheimnis der Kanzlerin gescheitert. Doch einer wagt jetzt den entscheidenden Schritt ins Innere der Matrix... Kabarettist und Parodist Reiner Kröhnert! Wer auch sonst?!
Tiefer denn je schlüpft er dieses Mal in Mutti Angela Merkels Haut ... dringt gar vor bis ins Epizentrum ihrer binären Schaltkreise. Und das Ergebnis dieser wagemutigen Expedition behält er selbstredend nicht für sich. Nein, er teilt es geschwisterlich mit seinem Publikum in Oberstdorf!
Natürlich kommen dabei auch die anderen Verdächtigen zu Wort, indem Kröhnert seine Rolle blitzschnell verändert, Stimme und Dialekt wie auch Mimik dem jeweiligen Parodie-Opfer anpasst. Seine Texte - mal bitterböse, mal komisch und stets mit Wortwitz geschliffen - verwandeln die Promi-Parodien in wunderbare Kleinkunst. Zu den Höhepunkten seines Auftritts gehört ein mit zuckenden Gesichtsmuskeln und verdrehten Augen vorgetragener Monolog, der dem einst zwischen Genie und Wahnsinn agierenden Schauspieler wie Rezitator Klaus Kinski irre nahe kommt. Erwartet werden außerdem: Joachim Gauck, Gerhard Schröder, Wolfgang Schäuble, Helmut Kohl, Daniel Cohn-Bendit, Daniela Katzenberger, Thomas de Maizière und Erich Honecker. Das kann ja heiter werden!

Fotos: Günter Jansen

Urheberrechtlich geschützt

Galerie von der Veranstaltung im Kurfilmtheater